Am 26. August informierte die bereits 2012 ins Leben gerufene Initiative Mittelstand Digital über die Gründung eines Mittelstand-Digital Zentrums Ruhr-OWL im Juli 2021. Es wird bis Juni 2024 mit 5,9 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Projektpartner sind Fraunhofer IML, Fraunhofer IEM, Fraunhofer IOSB-INA, die Digital Hub Management GmbH und die OstWestfalenLippe GmbH.

Ziel ist nach eigenen Angaben generell die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen „bei der Digitalisierung von Produkten, Produktionsverfahren und Prozessen sowie der Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen.“ Kostenlos werden dabei „Labtouren, Potenzialanalysen, Qualifizierungsangebote, Transferprojekte, Digitalstrategien und Industriekreise“ angeboten. In bereits existierenden Mittelstand-Digital Zentren kamen da – vor Corona – schon mal 100 Mitarbeiter und Spezialisten aus unterschiedlichsten Unternehmen diverser Branchen zusammen und schauten sich in einem Unternehmen Beispiele gelungener Ansätze der Digitalisierung an.

„Durch unsere Angebote“, so Projektleiter Dr.-Ing. Matthias Parlings vom Fraunhofer IML in Dortmund, „können kleine und mittlere Unternehmen die Potenziale der digitalen Transformation für ihren Betrieb erschließen. Dabei geht es um Digitalstrategien, Plattformökonomie, Intelligente Systeme, Internet of Things und Künstliche Intelligenz“.

Die vorgeführten Beispiele des Verpackungsunternehmens Josef Schulte in Delbrück und PIEL Die Technische Großhandlung drehten sich allerdings weniger um die Digitalisierung industrieller Kernprozesse der Wertschöpfung als um Handel und Auftragsabwicklung. Darauf begrenzt ist die Initiative keineswegs. Als Anlaufstelle ist das Zentrum sicher für alle Arten industrieller KMU hilfreich. Mittelstand-Digital Zentrum Ruhr-OWL.

Bilder: Initiative Mittelstand Digital