In einer Pressemitteilung vom 23.7.2025 hat die iTAC Software AG eine strategische Technologiepartnerschaft mit Red Hat bekanntgegeben. Ziel ist demnach eine zukunftssichere, modulare Plattform für das Fertigungsmanagement auf Basis der iTAC.MOM.Suite und der Red Hat Advanced Compute Platform, basierend auf OpenShift – betreibbar von Edge- über On-Premises-Umgebungen bis hin zur Cloud.
Die iTAC Software AG ist ein eigenständiges Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbau-konzerns Dürr. Ihre iTAC.MOM.Suite, ein Fertigungsmanagement¬system, kommt weltweit bei Unter¬nehmen unterschiedlicher Industriezweige wie Automotive, Elektronik/EMS, Telekommunikation, Medizintechnik, Metallindustrie und Energie zum Einsatz. Red Hat bietet ein breites Portfolio an Hybrid Cloud Plattformen und Open Source Technologien für KI, Virtualisierung, Edge, App-Entwicklung und Automatisierung. Seit 2019 gehört Red Hat zu IBM.
Weltweite Produktionsnetzwerke bestehen oft aus Bestands- und Neuanlagen und müssen dynamisch auf Marktveränderungen reagieren können. Gleichzeitig werden Produkte in immer kürzeren Zyklen und in immer mehr Varianten gefertigt. Klassisches, monolithisches MES bietet hier oft keine Lösung. Offene, einfach modellierbare Plattformen mit einer containerisierten Architektur und flexiblen Bereitstellungsmodellen sind gefragt.
„Einige Unternehmen setzen konsequent auf Cloud-first-Strategien, andere – etwa in regulierten Branchen oder bei kritischer Infrastruktur – müssen aus Compliance- oder Latenzgründen On-Premises arbeiten. Eine moderne MES- bzw. MOM-Plattform muss alle Welten abbilden können. Und zwar standardisiert und zugleich hochindividuell“, wird Martin Heinz, CEO der iTAC Software AG, zitiert.
Auch die zunehmende Integration von KI-Anwendungen und datengetriebenen Services lässt sich nur mit MES als offener, servicebasierter Plattform realisieren.
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Die iTAC.MOM.Suite nutzt dafür die Red Hat Advanced Compute Platform, basierend auf OpenShift, als technologisches Fundament für eine containerisierte, hochautomatisierte Plattform. Deren Microservice-Architektur basiert auf offenen Standards wie Helm, Apache Kafka und PostgreSQL. Von der klassischen On-Premises-Installation über Edge und hybride Szenarien bis hin zu vollständig cloudbasiert reichen die möglichen gemeinsamen Betriebssystemlösungen.
Für weitgehend automatisierten Betrieb und Wartung der Plattform setzt iTAC auf OpenShift Operators sowie DevSecOps-Methoden, die eine einfache Entwicklung, Verwaltung und Konfiguration über den gesamten Lebenszyklus der Software hinweg ermöglichen. Perspektivisch soll die Plattform um KI-gestützte Funktionen erweitert werden, zum Beispiel zur automatisierten Dokumentation von Systemänderungen oder zur Optimierung von Betriebsabläufen.
„Die industrielle IT steht an einem Wendepunkt“, so Martin Heinz. „Die Anforderungen an Flexibilität, Skalierbarkeit und Betriebssicherheit steigen rasant – und gleichzeitig brauchen Unternehmen Lösungen, die in der Praxis handhabbar bleiben. Mit unserer Plattform reduzieren wir Komplexität und geben ein modernes Werkzeug an die Hand, mit dem sich die Digitalisierung von Produktionsprozessen frei nach dem individuellen Bedarf gestalten lässt.“